Warum ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei der Pflege eines älteren Menschen wichtig?

Warum ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei der Pflege eines älteren Menschen wichtig?

Die Pflege eines älteren Menschen ist oft eine anspruchsvolle Tätigkeit, die ständige Konzentration, Energie und viel Kraft erfordert. Um die höchste Qualität der Betreuung zu gewährleisten, sollte jede Betreuungskraft auf das eigene Wohlbefinden und Vitalität achten. Eine sehr einfache Methode, um alle lebenswichtigen Funktionen aufrechtzuerhalten, besteht darin, dem Körper jeden Tag die richtige Menge an Flüssigkeit zuzuführen. Regelmäßiges Wassertrinken ist eine Gewohnheit, für die es sich lohnt, zu kämpfen und alle Menschen in Ihrer Umgebung damit anzustecken. Eine hydratisierte Betreuungskraft, sowie Senior sind ein harmonisches Duo und der Schlüssel zu einem friedlichen Miteinander ohne unangenehme Überraschungen oder Formtiefs!

Angemessene Flüssigkeitszufuhr - wie viel Wasser sollte ich trinken und warum? 

Bevor man eine Antwort auf die Fragen "Wie viel Wasser?" und "Warum Wasser?" findet, sollte man sich darüber im Klaren sein: "Der Körper eines Erwachsenen besteht zu 60 % aus Wasser, und das Muskelgewebe enthält 75 % davon. Es ist daher die am häufigsten im menschlichen Körper vorkommende Substanz überhaupt". So heißt es auf der Website des Nationalen Zentrums für Ernährungserziehung, was es leichter macht, sich vorzustellen, was für ein wesentlicher Bestandteil des Körpers Wasser ist und welche enormen Auswirkungen ein Mangel daran auf den Körper haben kann.

Die Flüssigkeitsmenge, die aufgenommen werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann von einer Altersgruppe zur anderen oft erheblich variieren. Wenn ein(e) Betreuer(in) Zweifel hat, wie viel Flüssigkeit er seinem zu Betreuenden geben soll, lohnt sich ein Blick auf die Ernährungsnormen für die deutsche Bevölkerung. Es gibt eine bestimmte ungefähre Flüssigkeitsmenge, deren Aufnahme für den Körper nicht nur unbedenklich, sondern sogar empfehlenswert ist. Um das reibungslose Funktionieren des Körpers zu gewährleisten, ist es wichtig, täglich 2 bis 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Es ist erwähnenswert, dass Flüssigkeiten in verschiedenen Formen eingenommen werden können, und diese Arten werden wie folgt klassifiziert:

  • Flüssigkeiten, die man trinkt - diese machen etwa 60 % der Flüssigkeitsaufnahme aus; dazu gehören Wasser, Säfte, Kaffee oder Tee und andere Getränke;
  • Wasser in der Nahrung - die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, enthalten unterschiedlich viel Wasser; Fisch zum Beispiel kann bis zu 75 % aus dieser Flüssigkeit bestehen;
  • Stoffwechselwasser - das ist das durch den Stoffwechsel erzeugtes Wasser, das bei einem gesunden Menschen ca. 200-500 ml beträgt.

Welche Rolle spielt das Wasser im Körper? Wasser transportiert Nährstoffe, reguliert die Körpertemperatur, transportiert Giftstoffe ab und hat eine sehr gute Wirkung auf das gesamte Kreislaufsystem. Eine ausreichende Menge davon im Körper verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und reguliert den Blutdruck. Die Versorgung des Körpers mit Wasser ist für ältere und junge Menschen gleichermaßen wichtig. Obwohl die Wirkung von Wasser im Körper nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist, sind seine positiven Auswirkungen unbestreitbar.

Die Auswirkungen einer guten Wasserzirkulation im Körper lassen sich nicht nur durch die Analyse von Testergebnissen, sondern auch durch die Beobachtung unseres körperlichen und geistigen Zustands feststellen. Eine gesunde Gewohnheit, über den Tag verteilt Wasser zu trinken, wirkt sich positiv auf eine Reihe von Körperfunktionen aus. Dies reicht von der Sicherstellung des ordnungsgemäßen Funktionierens aller Organe bis hin zu den tatsächlich wahrgenommenen Vorteilen, wie dem Ausbleiben von Kopfschmerzen, einem gut aussehenden und gepflegten Teint, bis hin zur Zufriedenheit und Freude an der Selbstdisziplin und der Entwicklung einer guten Gewohnheit.

Bei der Arbeit einer Betreuungskraft ist es wichtig, sich an die Verantwortung für das Wohlergehen des zu Betreuenden zu erinnern, die von einer guten Organisation des Tages und der Beachtung aller notwendigen Aspekte zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit abhängt. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Beziehung zwischen der zu Betreuenden Person, sowie Betreuungskraft liegt darin, auf die richtige Flüssigkeitszufuhr des zu Betreuenden zu achten und regelmäßig Wasser zu trinken, die Mahlzeiten nach ernährungswissenschaftlichen Standards zuzubereiten und für körperliche Bewegung zu sorgen.

Welche Risiken bestehen im Falle einer Dehydrierung?

Die Wassermenge im Körper nimmt mit dem Alter ab, was oft dazu führt, dass der Flüssigkeitsbedarf falsch eingeschätzt und zu wenig aufgenommen wird. Um den Wasserbedarf richtig abzulesen, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden.

Chronische Krankheiten, Luftfeuchtigkeit, Umgebungstemperatur, eingenommene Medikamente (vor allem Diuretika), Körpergewicht, Verdauungsprobleme, Wasserverlust in Form von Schwitzen sind allesamt leicht erkennbare Umstände, die die Wachsamkeit des Pflegers wecken sollten. Bei Vorliegen einer dieser Situationen sollte die Flüssigkeitszufuhr älterer Menschen mit erhöhter Sorgfalt überwacht werden. Darüber hinaus sollte die Betreuungskraft sowohl auf ihre eigene Gesundheit als auch auf die des Seniors achten. Durch Beobachtung können die ersten Anzeichen einer Dehydrierung erkannt werden, auf die sofort mit der Zufuhr von Mineralien reagiert werden sollte.

Zu den häufigsten durch Dehydrierung verursachten Funktionsstörungen gehören:

  • Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten
  • Nervosität, Schwäche oder Schläfrigkeit
  • rissige Lippen und trockener Mund,
  • eingefallene Augen und Sehschwäche,
  • beschleunigter Herzschlag, beschleunigte Atmung,
  • Auffällige Bewusstseinsstörungen, Probleme bei der Orientierung in Zeit und Raum,
  • Verlust der Elastizität der Haut,
  • Verstopfung, unregelmäßiges Wasserlassen,
  • Schwindelgefühle und Stürze,
  • plötzliche Muskelkrämpfe. 

Dies sind nur einige der zahlreichen Beschwerden, die auftreten können, wenn der Körper dehydriert ist. Ein großer Wassermangel im Körper kann auch schwerwiegendere Folgen haben, wie z. B. die Funktionsstörung bestimmter Organe, insbesondere der Nieren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Dehydrierung auch zu erhöhtem Blutdruck, Blutgerinnseln, Herzversagen und sogar plötzlicher Bewusstlosigkeit oder einem Herzinfarkt führt. In extremen Fällen kann die Dehydrierung sogar zum Tod führen. Die Folgen einer Dehydrierung können sehr schwerwiegend sein und sollten nicht unterschätzt werden. Ältere Risikopatienten sollten besonders auf Stimmungsschwankungen achten. Die Hilfe eines Betreuers kann von unschätzbarem Wert sein; er kann nicht nur den Gesundheitszustand des zu Betreuenden ständig überwachen, sondern ihm auch helfen, eine gute Trinkgewohnheit zu entwickeln. 

Wie kann man es sich zur Gewohnheit machen, Wasser zu trinken?

Man hört viel über regelmäßiges Wassertrinken. In den letzten Jahren hat das Bewusstsein für die Bedeutung der Flüssigkeitszufuhr deutlich zugenommen. Trotzdem fällt es uns oft schwer, diese gesunde Gewohnheit zu entwickeln.

Es gibt einige Möglichkeiten, die zu Beginn des Lernens, regelmäßig Wasser zu trinken, hilfreich sein können. Der erste Vorschlag besteht darin, auf die Flasche eine Linie zu zeichnen, die angibt, wie viel Wasser zu einem bestimmten Zeitpunkt getrunken werden sollte. Als ob das noch nicht genug wäre, können Sie zusätzlich einen Alarm auf Ihrem Handy einstellen, der Sie daran erinnert, wann es Zeit ist, die nächste Menge an Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Für diejenigen, die eine 1,5-Liter-Flasche zunächst einschüchternd finden, ist es ratsam, ein kleines Glas zu verwenden, das regelmäßig nachgefüllt wird. Das liegt daran, dass es wichtig ist, häufig und in kleinen Mengen zu trinken und nicht alle drei Stunden 250 ml auf einmal. Ein kleines Glas Wasser kann als Motivationshilfe dienen, da sein Inhalt nach und nach verschwindet. Der Senior sieht, dass er die tägliche Dosis trinken kann, und greift eher zu einem weiteren Glas Wasser, um die richtige Menge Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen.

Wenn es sich um ein Geschmacksproblem handelt, oder vielmehr um den fehlenden Geschmack von Wasser, ist es ratsam, dem Senioren ein selbstgemachtes isotonisches Getränk, ein Kompott oder Wasser mit Früchten der Saison oder mit Zitrone und Minze anzubieten. Der angenehme, erfrischende Geschmack und der Zusatz von Fruchtnährstoffen wirken sich sicher positiv auf die Lust an der Aufnahme weiterer Milliliter aus.

So oder so sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um sicherzustellen, dass sowohl die Betreuungskraft als auch der zu Betreuende lernen, regelmäßig Flüssigkeit nachzufüllen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr garantiert die Kraft und Energie des Betreuers und die Vitalit